REDD (Reducing Emissions from Deforestation and Degradation) – Verringerung von Emissionen aus Entwaldung und zerstörerischer Waldnutzung –  wurde bei der UN-Klimakonferenz 2007 als Klimaschutzinstrument eingeführt.Es soll die Erhaltung großflächiger Wälder als Kohlenstoffspeicher finanziell attraktiv machen. Dahinter steckt die Annahme, dass ca. ein Fünftel der weltweiten Kohlenstoffemissionen auf die Vernichtung von Wäldern zurückzuführen ist.

REDD soll leistungsbasierte Kompensationszahlungen für messbare und überprüfbare CO-Emissionsverringerungen mittels Waldschutzmaßnahmen auf den Markt bringen. Dem in den Wäldern gespeicherten Kohlenstoff wird ein monetärer Wert gegeben, somit soll der Erhalt der Wälder (besonders tropischer Regenwälder) ein höheres finanzielles Gewicht bekommen.

REDD+ bedeutet, dass neben den Waldschutzmaßnahmen auch eine Verbesserung der Wirtschaftslage der Menschen in den betroffenen Gebieten angestrebt werden soll.

Die Anwendung dieses Modells ist umstritten. Die Vorstellungen gehen von verbindlichen Normen bis zu freiwilliger Finanzierung.

Ein strittiger Aspekt ist die Frage: Was ist ein „Wald“, bisher können das sowohl intakte Regenwälder sein, wie auch ehemals abgeholzte Wälder, die jetzt Plantagen sind.

Befürworter von REDD sind u.a. das Bundesministerium für wirtschaftliche Beziehungen (BMZ) wie auch der WWF, Kritiker z.B. der BUND oder das Indigenous Environmental Network (Vertretung von 100 indigenen Völkern) etc., die die REDD-Mechanismen als Teil einer Strategie sehen, die Rechte und die enge natürliche Bindung der ursprünglichen, indigenen Bevölkerung in den Wäldern einzuschränken.

 

Heinz Schulze