Viele alte und vielleicht auch jüngere Peru-Bewegte kennen die Filme „Gregorio“ und „Juliana“, die 1989, mitten in der grössten Wirtschafts- und Politikkrise Perus , die Situation aus der Sicht von Strassenkindern erzählt. Was viele vielleicht nicht wissen: ihr Schöpfer war kein Peruaner, sondern der Schweizer Stefan Kaspar.

Mit 30 Jahren kam er nach Peru, und hat das Land seitdem zu seiner Heimat gemacht. Er hat kreative und sozial engagierte junge Leute, die Filme machen wollten, in der „Grupo Chaski“  um sich geschart und ausgebildet, lange bevor das Fach als  „Social Action Documentary“ in europäischen Film- und Medienschulen die Runde machte.

30 Jahre lang blieb er seinem Auftrag treu, mittels Filmen die Realität abzubilden und sie zu verändern. Die letzten Jahre widmete er sich der Arbeit mit den Micro-Cines: mit Filmen bürgerschaftliche Diskussionen und Engagement anzustossen in marginalisierten Landesteilen Perus.

Am 13. Oktober nahm er in Bogotá an einem alternativen Filmtreffen teil, als ihn ein Herzinfarkt ereilte. Stefan Kaspar wurde 65 Jahre alt. Eine ganze Generation sozial engagierter Filmschaffender  in Peru wird sein Erbe weitertragen.

Hinterlasse eine Antwort

Deine Email Adresse wird nicht veröffentlicht.