In Baden-Württemberg fiel der Startschuss zur Fairen Woche am 16. September 2016 in Stuttgart. Mit dabei: Yanet Garay un dEspirita Guerrero aus Peru

Die peruanischen Kleinbäuerinnen Yanet Garay und Espirita Guerrero von der Kartoffel-Kooperative Agropia aus Huancayo berichteten auf der Tagung über ihre persönlichen Erfahrungen mit dem Fairen Handel und stellten eindrucksvoll dar, welche breite Wirkung dieser entfaltet. Neben positiven Wirkungen auf Naturschutz und Artenvielfalt durch den ökologischen Anbau traditioneller Kartoffelsorten, konnte auch der Lebensstandard der beteiligten Kooperationsmitglieder gehoben werden. Positiv bemerkbar machte sich vor allem die Verarbeitung der angebauten Kartoffeln zu Chips, welche nach Europa exportiert werden und in vielen Weltläden Baden-Württembergs erhältlich sind. Sie kommen über die Fairhandelsgenossenschaft dwpeG in Ravensburg in den Handel. Thomas Hoyer, Geschätsführer dwpeG: „Im Zentrum des Fairen Handels steht die faire Entlohnung orientiert an den menschlichen Bedürfnissen“. Die Kleinbäuerinnen stimmten diesem Statement zu und betonten: „Für uns bedeutet der Faire Handel nicht nur faire Preise, sondern auch eine angemessene Wertschätzung unserer Produkte“.

Doch es gibt Schattenseiten. Machen Produzenten des Fairen Handels und ihre Familien sind von Bergbauprojekten in Peru bedroht. Vor allem Kupfer, Gold, Zink und Silber werden unter Missachtung von Menschenrechten und Naturschutz abgebaut und exportiert. „Mehr als die Hälfte der indigenen „Bauerndorfgemeinschaften“ sind vom Bergbau betroffen“, so Fairhandels-Beraterin Elena Muguruza, Dachverband Entwicklungspolitik Baden-Württemberg, DEAB. Mit Blick auf ihr Heimatland Peru sagte sie:„Vor allem das Wasser und der Boden sind massiv durch die im Bergbau eingesetzten Chemikalien bedroht. Doch die Erde ist unsere Mutter. Wahrend die Erde lebt, leben wir. Wenn sie stirbt, sterben wir“.

Ehrengast der Veranstaltung war Theresa Schopper, Staatssekretärin im Staatsministerium, die in ihrem Statement insbesondere die positiven Wirkungen des Fairen Handels hervorhob.

Quelle: Dachverband Entwicklungspolitik Baden-Württemberg DEAB

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