Wie  man mit Aufforstungsprojekten in Peru zuhause in Europa Steuern hinterziehen kann, zeigen die Enthüllungen der Paradise Papers in Peru.

Es war die Creme de la Crema des britischen Finanz- und Hochadels, die ihre Gelder im peruanischen Regenwald angelegt hat.  Möglich gemacht hat dies der Klima-Vertrag von Kyoto mit dem Instrument des CO2-Zertfikats: wer zuviel CO2 ausstösst, kann sich einen „Ablasss“ erkaufen, z.Bsp. indem er für die Aufforstung von Regenwald oder einer anderen CO2-bindenden Massnahme zahlt.

In den Paradise Papers, den geleakten Dokumenten der Anwaltskanzlei Appleby aus Bermundas, entdeckte das peruanische Rechercheportal Ojo-Público, dass zwischen 2008 und 2013 71 Million USD über den auf den Bermudas gegründeten Offshore-Fonds  „Sustainable Forestry Management Limited“ in den peruanischen Regenwald nach Ucayali geflossen sind – zumindest auf dem Papier.

Empfänger der Investition im Regenwald war die peruanische Firma „Bosques Amazónicos“, der in Ucayali Land und Wald gehört.  Steuern wurden dafür weder in Bermudas noch in Peru bezahlt .

Bereits 2013 hatte Interpol darauf hingewiesen, dass der internationale CO2-Handel ein grosses Risiko für weltweite Geldwäsche darstellt.

Hildegard Willer

 

Die ganze Geschichte , die von Ojo Publico, anhand der Paradise Papers aufbereitet wurde, kann man hier nachlesen:

https://paradisepapers.ojo-publico.com/investigacion/el-millonario-esquema-offshore-en-la-amazonia-peruana/

in englisch: https://paradisepapers.ojo-publico.com/investigacion/carbon-credits-the-multimillion-dollar-offshore-scheme-in-the-peruvian-amazon/

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