Der bekannte Maler aus Cajamarca ist im Alter von 100 Jahren verstorben. Ein Nachruf von Trudi und Heinz Schulze.

Diejenigen, die intensiver mit Cajamarca verbunden sind und die Stadt kennen, kennen seine Malerei und seinen Namen: Andrés Zevallos. Nun ist er am 7. April 2017, wenige Monate nach seinem 100. Geburtstag, im Kreis seiner Familie verstorben.

Don Andrés begründete den Indigenismo in der peruanischen Malerei mit, malte unermüdlich bis vor seinem Tod, war Mitbegründer des Kulturinstituts von Cajamarca, Sammler und Herausgeber von überlieferten Geschichten und Erzählungen aus den Nord-Anden Perus, war eine kulturelle, intellektuelle und moralische Größe in seinem geliebten Cajamarca und darüber hinaus.

Ein großes Glück für uns: Wir durften schon bald nach unserer Ankunft als „Entwicklungshelfer in Cajamarca“ ihn und seine Frau kennen und schätzen lernen – das war vor fast 45 Jahren. In seiner sensiblen Art und seiner Bescheidenheit war dieser großartige Kenner uns ein wichtiger Vermittler andiner Kultur, Mentor und bis heute ein väterlicher Freund.

Im Dezember 2016 schrieb er uns kurz vor seinem runden Geburtstag, dass er noch täglich im Atelier arbeite, aber jeder Tag für ihn mühevoller werde. Er höre und sehe immer schlechter, ihm tue alles Mögliche weh, seine Hände zitterten und es sei kein Vergnügen, so alt zu sein und noch zu leben. Nun müsse er eben geduldig warten, bis der Tod ihn erlöse und in Frieden entlasse. Er sei glücklich, dass seine Frau Jovita und er trotz der Gebrechen beider innig verbunden seien.

Don Andrés, ruhe im verdienten Frieden! Für uns warst du ein Geschenk und wir werden dich nicht vergessen.

Trudi und Heinz Schulze

April 2017

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