Ein Protestmarsch wenige Tage vor den Wahlen gegen eine der aussichtsreichsten Kandidatinnen: das ist wohl einmalig in der politischen Landschaft LateinamerikasSo geschehen am 5. April 2016 in Lima und anderen Städten Perus und ausserhalb Perus. Bis zu 50 000 Studierende, Gewerkschafter, Menschenrechtler, zwangssterilisierte Frauen, Arbeiter und Bürgerinnen und Bürger jeglicher Provenienz erinnerten die Peruaner an die Übeltaten der Regierung Alberto Fujimoris von 1990 – 2000, u.a. an seine auf den Tag genau vor 24 Jahren erfolgte Schliessung des Parlamentes.  Alberto Fujimori sitzt zwar heute , ordentlich verurteilt wegen Menschenrechts-Vergehen, im Gefängnis. Dessen Tochter Keiko Fujimori jedoch führt bisher die Umfragen an für den ersten Wahlgang am kommenden Sonntag, den 10. April.  Dass Keiko Fujimori in die zweite Wahlrunde gelangt, ist so gut wie sicher. Spannend wird es, ob es die Kandidatin der Linken, Veronika Mendoza, den zweiten Platz schafft, und damit am 5. Juni gegen Keiko Fujimori antreten wird.

Wer immer auch gegen Keiko Fujimori antritt: sie wird es schwer haben, in einer zweiten Wahlrunde mehr als 50% der Peruanerinnern und Peruaner von sich zu überzeugen. Nach dem gestrigen Protestmarsch ist klar, dass ein grosser Teil der Peruanerinnen und Peruaner keine Wiederkehr des alten Regimes wünscht.

Einige Bilder vom Protestmarsch:

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Hildegard Willer

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