43 Tage nach den Wahlen und neun Tage vor Amtsantritt ist Pedro Castillo nun offizieller Wahlsieger.

Am 19. Juli abends um 19 Uhr erklärte der Oberste Wahlrat Perus, der Jurado Nacional de Elecciones, in einer Zoom-Konferenz, dass Pedro Castillo zum Präsidenten Peru gewählt worden ist.  Damit kann der linke Pedro Castillo nun auch offiziell die Amtsübernahme vorbereiten.

Vorausgegangen waren ein  fast 6 Wochen dauerndes Tauziehen, in dem die mit knapp 44 000 Stimmen unterlegene Keiko Fujimori das Wahlergebnis anfocht und nicht weniger als 1300 Rechtsmittel einlegte.

Diese mussten die Wahlräte bearbeiten, bevor ein Wahlsieger erklärt werden konnte.

Keiko Fujimori hatte in einer Ansprache vor der Proklamierung Castillos erklärt, dass sie die Wahl anerkennen würde. Zugleich hat sie aber auch eine Kriegserklärung in den Ring geworfen: die Wahl sei illegitim gewesen und sie würde weiterhin für die Demokratie kämpfen.

Pedro Castillo, ein 51-jähriger Dorfschullehrer aus dem Departament Cacjamarca, rief in seiner Ansprache zur Einheit aller PeruanerInnen auf.

Die Amtsübergabe, ebenso wie die Einsetzung des neuen Kongresses, wird am 28. Juli stattfinden, genau 200 Jahre nach der Erklärung der Unabhängigkeit Perus von Spanien.

 

 

 

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