Um zwei Prozentpunkte, von 27,8% auf 25,8 %, ist die Armutsrate in Peru im letzten Jahr gefallen. Diese Zahlen gab das Peruanische Statistische Institut INEI Mitte Mai 2013 bekannt. Die Armut verteilt sich dabei sehr ungleichmässig auf Stadt und Land: 53% der Landbvölkerung gilt als arm, während es bei der Stadtbevölkerung nur 16,% sind. Die 6% der Bevölkerung, die in extremer Armut leben, sind nur unwesentlich zurückgegangen.

In Peru gilt als Armutsgrenze der Warenkorb für einen Fünfpersonenhaushalt von 1420 Soles (ca. 430 Euro).

Nur minim gesenkt hat sich die Armut in den Andendepartamenten Huancavelica, Cajamarca, Apurima und Ayacucho. In Pasco und Arequipa ist sie sogar leicht angestiegen. Federico Arnillas, der Vorsitzende der Runden Tische zur Bekämpfung der Armut, stellt fest, dass es keine automatische Entsprechung von Wirtschaftswachstum und Abnahme der Armut gibt. „Perus Wirtschaft ist letztes Jahr um 6% gewachsen, aber die Armut hat nur um 2% abgenommen. Die Ungleichheit hat zwar abgenommen, aber ist immer noch sehr hoch. Wir reden von der Krise in Spanien und Europa, aber die Ungleichverteilung des Reichtums in Peru ist grösser“, sagte er gegenüber der peruanischen Presse.