Es ist ein lang gehegter  südamerikanischer Traum: eine Eisenbahn vom Atlantik an den Pazifik. Das deutsche Verkehrsministerium mischt feste mit, damit dieser Traum Wirklichkeit wird.

Dazu gibt es zwei Pläne: der  eine führt von Santos – dem Hafen von Sao Paulo – am Atlantik durch ganz Brasilien, an Bolivien vorbei und dann über den nordperuanischen Regenwald bis an die Küste nach  Bayóvar. Dieses Projekt soll mit chinesischer Unterstützung rechnen, ist wegen der Gefährdung des Regenwaldes aber stark unter Kritik.

Der bolivianische Präsident Evo Morales forcierte ein zweites Projekt einer Eisenbahnlinie, die , ebenfalls in Santos beginnend, durch ganz Bolivien führen und im südperuanischen Ilo enden würde. Für dieses Projekt konnte Evo Morales deutsche und Schweizer Unterstützung gewinnen.

Die bolivianische Regierung ist daran interessiert, um so einen Zugang zum Ozean zu bekommen. Im März 2017 lud der bolivianische Minister für öffentliche Baumaßnahmen zu einem Planungstreffen ein. Mit dabei war der – noch – Staatssekretär des Bundesverkehrsministeriums, Rainer Bomba (CDU), sowie  der Staatssekretär für Straßenbau aus Brasilien.  Brasilien ist interessiert um den Export und Import von Produkten nach Asien zu erleichtern. Der bolivianische Präsident Evo Morales unterzeichnete mit Deutschland eine Absichtserklärung zur Durchführung der Machbarkeitsstudie. Als Finanzgeber für die erstmals veranschlagten 14 Milliarden Kosten gibt es erste Zusagen aus Deutschland, Schweiz, Italien und China.

Die Eisenbahnstrecke wird ca. 3.755 km betragen und – auch in Peru – durch Regenwaldgebiete führen.

Sollte das Projekt tatsächlich umgesetzt werden, wird  eine kritische Begleitung notwendig sein, um im Vorfeld  Umweltschäden, Regenwaldzerstörung und soziale Ungerechtigkeiten auszuschließen.

Heinz Schulze

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