Ein wichtiges Argument zur „notwendigen Akzeptanz“ der extraktiven Industrie (Bergwerk, Gas, Erdöl) ist die  Schaffung von Arbeitsplätzen. Passend zum 1. Mai informiert der Bergbauexperte Jose de Echave über damit zusammenhängende Aspekte.  Bekannt ist, dass der Bergbausektor im laufenden Betrieb wenig Arbeitsplätze bietet. Laut Angaben des peruanischen Ministeriums für Energie und Bergbau reduzierten sich im Jahr 2013 die Arbeitsplätze auf etwas über 200.000. Das Bergbauministerium informiert, dass nur ca. 35% (ca. 65.000 Arbeiter) direkt durch die Minenunternehmen beschäftigt sind, ca. 65% (ca. 130.000) sind bei Vertragsunternehmen/Personalagenturen angestellt.

De Echave betont, dass damit die Mehrheit der Minenarbeiter keine festen Arbeitsplätze haben,  sondern bei Subunternehmen angestellt sind oder befristete Arbeitsverträge haben, mit weniger sozialen Rechten. Das erklärt auch, dass  z.B. im Jahr 2012 wohl 30 Streiks von Bergbaubeschäftigen. Diese fanden nicht gegen Umweltzerstörung statt sondern für bessere Arbeitsbedingungen und sichere Arbeitsplätze.

Bleibt noch zu erinnern, dass nach Schätzungen  im informellen-kriminellen Bergbaubereich über 200.000  Menschen tätig sind.

Quelle: Observatorio Conflictos Mineros, Lima, 1.5.2014

Heinz Schulze

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