Tausende von Kleinschürfern schürfen im südlichen Regenwald im Departement Madre de Dios (Mutter Gottes) nach Gold und vergiften dabei die Flüsse mit Quecksilber. Quecksilber wird benötigt, um das Gold zu lösen.

Umweltgruppe, indigene Organisationen oder die Kampagne „Bergwerk Peru: Reichtum geht – Armut bleibt“ warnen seit langem vor den Folgen.

Jetzt ist es nicht mehr zu verheimlichen:

In der Stadt Puerto Maldonado, die auch Ausgangspunkt für touristische Urwaldtrips ist, sollen keine Fische aus den Urwaldflüssen gegessen werden.

Der Grund: Sie sind in hohem Masse mit Quecksilber vergiftet. Das ist logisch, denn das hochgiftige Quecksilber wird nach der Bearbeitung des Goldes in die Rest-Flüsse gekippt. Es reichert sich in Wasserpflanzen und Kleintieren an, die ihrerseits von Fischen gefressen werden und gelangen so in die Nahrungskette der Bevölkerung.

Untersuchungen im Jahr 2012 an 226 Personen in Puerto Maldonado ergaben, dass über 80% dieser untersuchten Personen eine Quecksilberkonzentration aufweisen, die die zulässige Höchstkonzentration um das 3-fache übersteigen. Die Konzentration im Körper bei jungen Frauen in Puerto Maldonado ist z.B. 790% höher als bei vergleichbaren Frauen in den USA und mit die höchste in ganz Lateinamerika.

Auch  die untersuchten Fische wiesen hohe Quecksilberwerte auf. Besonders hoch sind die Konzentrationen in den Fischsorten Mota, Doncella und in Barschen.

Die Untersuchungen führten acht  Universitäten und Nichtregierungsorganisationen durch, die sich im Projekt CAMEP (Carnegie Amazon Mercury Ecosystem Project) zusammen geschlossen haben.

 

Nach Bekanntgabe der Untersuchungsergebnisse warneten die Behörden die Bevölkerung vor dem Verzehr von Fisch. Denn das Quecksilber setzt sich beim Menshcen in Organen, Knochen und Gehirn fest.

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(Inforegion – medio ambiente – 16.3.13, Übersetzung Heinz Schulze)