Momentan liefern sich die Länder ein Wettrennen, wer mit wem welchen Freihandelspakt abschliesst. Dabei steht nicht das Abkommen mit der EU, sondern ein neuer Pakt des Pazifik-Raums, das Trans-Pazifik-Freihandelsabkommen TPP (Trans-Pacific Economic Strategic Partnership),  im Augenmerk des peruanischen Interesses.

700 Delegierte von 13 so unterschiedlichen Ländern wie Australien, Brunei, Kanda, Chile, USA, Malysia, Meico, Neuseeland, Singapur, Vietnam und Peru trafen sich Mitte Mai in Lima zu einer weiteren Verhandlungsrunde hinter verschlossenen Türen. Ende 2013 , so der peruanische Aussenhandelsminister, sollen die Verhandlungen über den neuen Freihandelspakt zum Abschluss kommen.

Parallel zur Verhandlungsrunde riefen Organisationen der Zivilgesellschaft zu Protesten auf.  In einem offenen Brief an Präsident Ollanta Humala warnten sie vor Zugeständnissen auf dem Gebiet des intellektuellen Eigentums, die zu Verteuerungen von Medikamenten und zu Einschränkungen der Internet-Freiheit führen können. Ausserdem warnten sie vor den Investitions-Schutzklauseln, welche die nationale Gesetzgebung aushebeln.  Ein Aufruf in spanischer Sprache kann hier heruntergeladen werden: http://www.redge.org.pe/sites/default/files/Pronunciamiento%20TPP_0.pdf