Am 3. Oktober 2018 hob ein Richter in Lima die Begnadigung von Ex-Präsident Alberto Fujimori auf. Der 80-jährige Fujimori muss damit wieder ins Gefängnis.  Die Begnadigung Fujimoris, die der damalige Präsident Kucyznski kurz vor Weihnachten 2017 aussprach, stand auf tönernen Füssen: angeblich war eine tödliche Krankheit der Grund, tatsächlich aber war der Grund,  Kuczynskis eigene Absetzung durch einen Kuhhandel mit den Fujimoristen zu verhindern.

Nun hat ein Richter die Begnadigung aufgehoben, weil Menschenrechtsvergehen wie die Massaker von Barrios Altos und Las Cantuta nicht verjähren und weil das medizinische Gutachten nicht ordnungsgemäss erstellt war.

Die Aufhebung der Begnadigung von Ex-Präsident Fujimori und seine
erneute Inhaftierung zum Absitzen seiner Strafe hat stark mit dem Kampf
der Angehörigen von Ermordeten (wie die Studierenden der Universität La
Cantuta ) zu tun.

Als Informationsstelle Peru haben wir diese und die sie unterstützenden
Organisationen wie die Peruanische Menschenrechtskoordination, APRODEH,
IDL, Fedepaz etc. dazu beglückwünscht.

Diese haben sich bedankt und darauf hingeswiesen, dass die Unterstützung
von außen (Protest- und Unterstützerbriefe) wie die amicus-Intervention
beim Interamerikanischen Gerichtshof für Menschenrechte (http://www.infostelle-peru.de/web/infostelle-unterstuetzt-juristisches-vorgehen-gegen-indulto/)  sehr wichtig
waren und weiterhin sind

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