Das Seminar fand vom 19. – 21. Oktober in Kassel statt und war das erste bundesweite Peru-Rückkehrerseminar mit der Teilnahme von zurückgekehrten Peru-Freiwilligen  aus acht verschiedenen Entsendeorganisationen. Anwesend waren RückkehrerInnen aus folgenden Entsendeorganisationen:

  1. Welthaus Bielefeld (7)
  2. DED (2)
  3. VIA e.V. (2)
  4. Yachamusunchis – Daniel Klein (1)
  5. GIZ (2)
  6. Bistum Mainz (1)
  7. Bistum Freiburg (2)
  8. Freunde der Erziehungskunst (2)
  9. Selbstorganisiert (2)

Im Zuge der Arbeitsgruppe „Arbeit mit Jugendlichen, Straßenkindern und behinderten Menschen – Chancen und Möglichkeiten zur weiteren Beteiligung“ sowie im anschließenden Plenum kamen wir nach vielen fruchtbaren Diskussionen zu folgenden Ergebnissen:

  • Wichtig ist die lokale Vernetzung, die Frage, wie ich lokal agieren kann à hier ist die Vernetzung einfacher und die Hemmschwelle zur Beteiligung niedriger
  • Die vorhandene Motivation zur Beteiligung und zum Engagement muss genutzt werden à kann durch Neuinitiativen oder durch Beitritt zu bestehenden Aktionen passieren
  • Allgemein herrscht ein breites Bewusstsein über die vielschichtigen Problemlagen in Perú und Lateinamerika wie auch dem globalen Süden generell vor à aber auch in Deutschland gibt es noch viele Baustellen (Arbeit mit Roma, etc.)
  • Es existieren bereits vielen konkrete Projektvorstellungen, wie Lobbyarbeit beim Europaparlament, Perú-Kooperationen zum Verkauf von Kunsthandwerk oder auch anderer Gegenstände (vgl. Projekt „Süße Hoffnung“), konkrete Projektzusammenarbeit (vgl. „Manthoc Perú“), Adventsbasare, stärkere Zusammenarbeit mit aktiven und erfolgreichen Institutionen (vgl. „Welthaus Bielefeld“, „Infostelle Perú“, „Kampagne Bergwerk Perú“, „Amancay“, etc.)

Ganz allgemein sind die entscheidenden Faktoren für konkretes Engagement nicht die mangelnde Motivation und das Engagement, sondern im Gegenteil: Diese sind ausreichend vorhanden. Schlussendlich kristallisieren sich verschiedene Initiativen rein über die Faktoren Zeit & Ort heraus. Diese sind die bestimmenden Determinanten für das weitere Gelingen. Folgende Initiativen von Ex-Freiwilligen bestehen bereits:

Fazit:

Die Ziele des Seminars, Anregungen zu weiterem Engagement finden, die Vernetzung zu fördern, sich auszutauschen und Erlebtes kritisch zu reflektieren, wurden im Großen und Ganzen sehr gut erreicht und umgesetzt. In vielen Diskussionen konnten zentrale Elemente des Jahres in Perú herauskristallisiert werden, auf breiter Basis fand ein Austausch auch untereinander statt und die Vernetzung wurde aktiv in Angriff genommen (vgl. Gründung der Regionalgruppe Rheinland, Vernetzung im Raum Berlin/Brandenburg). Außerdem entstanden vielfältige Ideen für weitere Projekte. In diesem Sinne lässt sich optimistisch in die Zukunft schauen!

Vincent David Wolff