In der Nacht auf den 4. November brannte Limas Altstadt lichterloh. Rund 2000 Menschen, Shipibo-Indigenas aus dem fernen Regenwald, haben ihr Haus und Gut verloren.  Und Lima ein Stück Regenwald-Kultur im Herzen der Altstadt. Für viele war es nur eine Sache der Zeit, bis das Unglück passieren würde. Das  Viertel Cantagallo, eingezwängt zwischen einer neuen Schnellstrasse und dem Blumenmarkt in Limas Altstadt, hätte schon längst umgesiedelt werden sollen. Seit Anfang des Jahrtausends lebten hier auf engstem Raum rund 226 Familien von der Ethnie der Shipibo-Konibo aus dem peruanischen Regenwald. Sie hatten hier in Lima ihre alten Gemeinschaftsformen aufrechterhalten, hatten Kunst – und Gemeinschaftszentren in ihrem Provisorium eingerichtet.

Die vorige Bürgermeisterin Susana Villarán hatte bereits ein Gelände für die Umsiedlung der Shipibo-Gemeinschaft erworben. Nachfolger Luis Castanheda machte jedoch das Projekt zunichte und verwendete das Geld für eine, von vielen als nutzlos angeprangerte, Strassenüberführung.

(InfoPeru berichtete darüber http://www.infostelle-peru.de/web/die-shipibo-konibo-gemeinde-von-lima-und-ihr-neuer-buergermeister/)

Der Brand in Cantagallo und die Not der Menschen haben zahlreiche Hilfsaktionen bei verschiedensten Bevölkerungsgruppen Limas ausgelöst.

Die nachfolgende Bilddokumentation von Mayra Villavicencio und Ernesto Cabral zeigt Cantagallo und seine Bewohner den Tag nach dem Brand.

http://ojo-publico.com/323/historias-de-abandono-y-resistencia-en-cantagallo

 

 

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