Vom 24. – 26. April 2015 findet das Peru-Seminar der Infostelle in Köln statt. Das diesjährige Thema lautet: “ Größenwahn, Exportorientierung – gibt es machbare Alternativen?“
In der Landwirtschaft Perus setzen Agrar-Investoren und Staat auf Exportproduktion, Landkonzentration und Landverluste von Kleinbauern sind die Folge. An der Küste wird dadurch das Wasser knapp, die in den Monokulturen eingesetzten Agrarchemikalien verseuchen Wasser und Böden. Auch der Regenwald wird durch Ölpalm- und Soja-Kulturen weiter zerstört.
Die Nachfrage nach diesen Produkten kommt auch aus Deutschland.

Auch Energie wird in Peru für den Export erzeugt: Die Ölförderung hinterlässt schwere Verwüstungen im Regenwald, die für den Energiebedarf Brasiliens geplanten Wasserkraftwerke setzen den Zerstörungs-prozess fort. Der rasch fortschreitende Anbau von Palmöl und Zuckerrohr für Ethanol zeigt bereits jetzt Konsequenzen für den Regenwald und die Landwirtschaft an der Küste. Gleichzeitig ist die Bevölkerung vielfach schlecht mit Energie versorgt.

Welche Vorschläge und Alternativen gibt es dazu von Seiten der Zivilgesellschaft in Peru?
Wie müsste die peruanische Landwirtschaft aussehen, die die Bevölkerung ausreichend mit Nahrung versorgt und Beschäftigung zu guten Lebensbedingungen ermöglicht?
Wie sollte die Erzeugung von Energie aussehen, die die Bevölkerung versorgt und umweltfreundlich ist?

Und was bedeutet das alles für uns?

Wie müssen sich die europäische Land- und Energiewirtschaft, unser Energie- und Nahrungsmittel-Konsum verändern?

Was kann unsere politische Arbeit dazu beitragen?

Es erwartet Sie/Euch eine anregende Diskussion und die fachkundigen Referenten Giancarlo Castiglione Guerra, Forum Solidaridad Perú (Lima) und Wolfgang Hees, Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft und Via Campesina (Eichstetten)

Info und Anmeldung: merk@infostelle-peru.de

Detailliertes Programm zum Herunterladen: AusschrPeruSem0415.flyer

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