Am 8. Dezember zeichnete der Dachverband der peruanischen Menschenrechtsgruppen „Coordinadora Nacional de Derechos Humanos“ zum 25. Mal Personen und Gruppen aus, die sich um die Menschenrechte in Peru besonders verdient gemacht haben. Geehrt wurden heuer: posthum der im September verstorbene Journalist Raúl Wiener, der sowohl bereits in den 90er Jahren die Korruption unter Alberto Fujimori aufdeckte, als auch die betrügerische Steuerpraxis der Bergbaufirma Yanacocha.

Besonder erwähnt wurde die Bäuerin Máxima Acunha de Chaupe aus Cajamarca für ihren Kampf gegen Yanacocha, sowie die Vereinigung der zwangssterilisierten Frauen aus Anta (Cusco) und Huancabamba (Piura).  (Siehe Foto)  Sie haben erreicht, dass der peruanische Staat ihnen Entschädigungen in Aussicht gestellt hat.

Der jährliche Journalistenpreis ging  an das erst letztes Jahr gegründete investigativae Nachrichtenportal www.ojo-publico.com,  das u.a. den illegalen Bergbau, die betrügerischen Praktiken von Privatkliniken und die Vermögensverhältnisse der Kandidaten für die letzten Regionalwahlen recherchierte.

Der Spezialpreis „Angel Escobar Jurado“ ging an die Richterin Inés Tello, die in mehreren Anti-Korruptions-Fälle Recht gesprochen hat und den Mut hatte, die Mitglieder der paramilitärischen Gruppe Colina zu hohen Haftstrafen zu verurteilen.

Hildegard Willer

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