Indigene Stimmen im weltweiten Kontext und der indigene Vorschlag zum Wald- und Klimaschutz: Redd+ Indígena Amazónico

Am 21. November, 13 – 17 h, in Köln

 Vom 1.-12.12.2014 wird in Lima die COP 20, die UN-Vertragsstaatenkonferenz zum Klimawandel, stattfinden.

Daran nehmen offiziell auch indigene RepräsentantInnen aus aller Welt teil, insbesondere aber sehen die südamerikanischen Organisationen indigener Völker wie die COICA und die CAOI in den Verhandlungen eine Gelegenheit, auf ihre besondere Lebenssituation, ihre Traditionen, die Bedeutung der Regenwälder Amazoniens sowie des Klimawandels für die Region und ihre Völker aufmerksam zu machen.

Während die internationale Gemeinschaft mit Programmen wie REDD+ der Vernichtung der Wälder als Kohlenstoffspeicher begegnen wollen, hat der Dachverband der indigenen Organisationen des Amazonasbeckens, die COICA, einen alternativen Vorschlag zum Waldschutz entwickelt, der sich nicht auf den Aspekt CO2 beschränkt und sich auf die Bedeutung der traditionellen Lebensweisen beruft: REDD+ Indígena Amazónico (RIA).

Das Seminar möchte die TeilnehmerInnen auf das Ereignis COP 20 vorbereiten, indem es darstellt, seit wann und in welcher Form indigene Stimmen offiziell bei den UN-Verhandlungen gehört werden und wie die Chancen eines Einwirkens auf die internationale Politik mit dem Ziel der Nachhaltigkeit stehen. Dabei sollen insbesondere die aktuelle Situation und Entwicklungen in Lateinamerika, speziell aber im Gastland Peru, sowie die Debatte um die REDD+-Programme zum Wald-Klimaschutz einbezogen werden, um zum Verständnis des indigenen Vorschlags (RIA) beizutragen und die Erwartungen an die COP 20 kritisch zu beleuchten, die der Vorbereitung der COP 21 2015 in Paris dienen soll, wo das Nachfolgeprotokoll zu Kyoto erwartet wird.

 

Wann: Freitag, den 21.11.2014, 13 – 17h

Wo: Raum 5 im sog. Steigeturm des Bürgerzentrums Alte Feuerwache, Melchiorstr. 3, 50670 Köln

Teilnahmebeitrag: 10,00 EUR, Anmeldungen elke@infoe.de oder 0152 / 13759362

Leitung und Beiträge:

Elke Falley-Rothkopf, M.A. Ethnologie, Vorstand Informationsstelle Peru und infoe, Koordinatorin RIA / COICA bei infoe

ReferentInnen:

Sabine Schielmann, M.A. Ethnologie, Koordinatorin des Projekts Indigene Völker und Wald sowie Vorstand infoe e.V.; Referentin im Rahmen von BtE-NRW

Juan Luis Camacho Cueva, Peru, Doktorand der Ethnologie an der Uni Freiburg

Anmeldungen bis 17.11.2014 unter Angabe des Namens und der Adresse unter elke@infoe.de oder 0152 / 13759362.

Anmeldegebühr 10,00 EUR.

Eine Teilnahmebescheinigung kann ausgestellt werden. Ein Pausen-Snack wird angeboten.

Das Seminar wird in Zusammenarbeit von der Informationsstelle Peru e.V. und dem Institut für Ökologie und Aktions-Ehtnologie (infoe), gefördert von Engagement Global (FEB) und Katholischem Fonds, durchgeführt. Es richtet sich an Studierende der einschlägigen Fachrichtungen (Ethnologie, Regional- und Politikwissenschaften, Geographie, Biologie usw.), Fachkräfte der Entwicklungszusammenarbeit und natürlich an alle Interessierten.

 

 

 

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