Freitag, 27. – Sonntag, 29. April 2018

Peru-Seminar „ Gesetzlich garantiert, in Wirklichkeit missachtet: Indigene Rechte in Peru“

Tagungshaus St. Georg, Rolandstr. 61, Köln

 

Die Lebensgrundlagen und die Kultur der indigenen Bevölkerung Perus sind vielfach bedroht. Ihre gesetzlich „garantierten“ Rechte werden ständig missachtet.

Im amazonischen Regenwald führen die Gewinnung von Öl und Gold zur Verschmutzung des Wassers und der Böden. Durch Kakao- und Ölpalm-Monokulturen wird der Regenwald zerstört, die eingesetzten Agrarchemikalien vergiften Wasser und Böden. Die indigene Bevölkerung wird vertrieben, die Zerstörung ihres Lebensraums zwingt sie zu Abwanderung. Im Hochland sind es zahlreiche Minen-Projekte, die Anbauflächen der Kleinbauern und Siedlungsgebiete bedrohen. Durch den Abbau der Mineralien werden giftige Substanzen freigesetzt (Zyanid beim Goldabbau, Blei….), die das Wasser, die Böden und dadurch die Tiere und Menschen vergiften.

Internationale Abkommen wie die –auch von Peru unterzeichnete- ILO-Konvention 169 und nationale Gesetze verpflichten die peruanische Regierung, die indigene Bevölkerung über Minen-, Öl- und andere Projekte auf ihrem Territorium zu informieren und ihre Zustimmung einzuholen. Dieses Recht wird oft verletzt, die Regierung erteilt oft Konzessionen ohne vorherige Anhörung der betroffenen Gemeinden.

Kritik an und Widerstand gegen solche Projekte wird oft kriminalisiert: Die Protestierenden werden als „Terroristen“ beschimpft, der Staat setzt Polizei und Militär gegen sie ein und stellt sie vor Gericht.

Was haben wir mit dieser Situation zu tun? Und was können wir von hier aus dazu beitragen, dass die Rechte der indigenen Bevölkerung beachtet und ihre Lebensgrundlagen erhalten werden?

Wir laden Sie und Euch zu Diskussion und Meinungsaustausch herzlich ein!

Programm

Freitagabend, 27. April 2018

18.00h Anreise

18.30h Abendessen

19.30h Begrüßung Vorstellungsrunde Erläuterung des Programms, Organisatorisches

20.30h „Politische Situation in Peru und Politik der Regierung “ Skype-Konferenz mit Giancarlo Castiglione (Forum Solidaridad Peru, Lima-Peru)

Samstag, 28. April 2018

08.00h Frühstück 09.00h „Indigene Rechte: die rechtliche und die tatsächliche Situation in Peru“ Referentin: Rocio Meza (Instituto de Defensa Legal – IDL, Lima-Peru)- angefragt

10.45h „Man hat uns nicht gefragt: Abbau von Bodenschätzen – Beispiele für den Umgang mit den Rechten der indigenen Bevölkerung“ Referent: Julio Cusurichi Palacios, Präsident Federación Nativa del Rio Madre de Dios y Afluentes FENAMAD (Puerto Maldonado-Peru)

12.30h Mittagessen

14.00h „Deutschland und indigene Rechte“: Anerkennung indigener Rechte, Entwicklungsprojekte, Banken-Kredite… Podiumsgespräch mit Vertreter*innen von Germanwatch, Gegenströmung und Informationsstelle Peru

15.30h Arbeitsgruppen: – Kritik am Verhalten von Banken und Firmen – Positive Beispiele und mögliche Unterstützung peruanischer indigener Organisationen – Politische Aufgaben hier: Ratifizierung ILO – Konvention 169, Entwicklungszusammenarbeit, Kooperation + Vernetzung in D/EU – Agrarexport: Zum Beispiel Kakao und Palmöl

17.30h Vorschläge/Impulse aus den AGs

18.30h Abendessen

Abends Fiesta

Sonntag, 29. April 2018

09.00h Berichte über aktuelle Ereignisse und Aktivitäten der Infostelle: – Klimakonferenz COP in Paris – Straferlass für Fujimori-Protestaktionen – Beschäftigung mit der Umsetzung des Freihandelsabkommens – Aktivitäten der Bergbaukampagne

10.00h Informationsstelle Peru: Welche Aufgaben und Veränderungen stehen für die Solidaritätsarbeit an?

11.30h Planung- Kooperation: Aktivitäten der Gruppen und der Informationsstelle Peru 2018

12.00h Mittagessen

Ende des Seminars

 

Infos und Anmeldung: Jimi Merk, merk@infostelle-peru.de

 Der Flyer mit Programm und genauen Ortsangaben kann hier heruntergeladen werden AusschrPeruSem0418 flyer AnmAbschnPeruSeminar-1

Anmeldung bitte mit folgendem Formular AnmAbschnPeruSeminar-1

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