Indigene Gruppen aus verschiedenen südamerikanischen Ländern und Aktivisten aus aller Welt versammelten sich gestern, um gemeinsam gegen den Klimawandel, seine Folgen und das verantwortliche politische System zu protestieren. Mit bunten Plakaten, Schlachtrufen und Bannern starteten sie am Donnerstag um 11 Uhr ihren Protestmarsch. Als Teil des „ Cumbre de los Pueblos“ (Gipfel der Völker), welcher als Gegenveranstaltung zur COP vom 8. bis 12. Dezember in Lima stattfindet, besetzten sie am Donnerstag die Straßen Limas um vom „ Campo de Marte“Richtung Norden ins historische Zentrum zu laufen. Gegen Mittag fanden sich alle auf der  Plaza de San Martin ein.
Ganz im Sinn der Demonstranten steht der Alternativgipfel unter dem Motto:  das System verändern, nicht nur das Klima. Unter bunten Federgewändern aus den Amazonasregionen, traditionellen Trachten und Gesängen aus der Sierra war eine euphorische, revolutionäre Stimmung spürbar.
Protestierende aus Brasilien, Bolivien, Ecuador, Kolumbien und Peru vereinigten sich, um gemeinsam gegen ihre Staatsoberhäupter laut zu werden. Die Namen Correa, Morales und Humala waren in vielen Protestrufen zu hören. Die Stimmung  kippte  immer wieder zwischen fröhlicher Fiesta und wütenden Schreien hin und her . Es waren Gesänge in Quechua und Aymara zu hören, Rituale der Andenvölker ebenso wie traditionelle Tänze zu sehen.
Insgesamt wurde gegen das westliche Kapitalismus- und Bankensystem, sowie gegen die moderne Form der Kolonialisierung aufgerufen.

Text und Fotos: Luisa Donner

Eine Antwort

Hinterlasse eine Antwort für Rosa Antwort abbrechen

Deine Email Adresse wird nicht veröffentlicht.