Neuigkeiten aus der Arbeit von Infostelle und Bergbaukampagne

 

Kein Profit auf Kosten von Covid-19-Erkrankten: gemeinsamer Offener Brief von 34 Organisationen

Auf Initiative der Informationsstelle Peru (ISP) haben 34 Hilfswerke, Nichtregierungsorganisationen und Partnerschaftsgruppen einen Offenen Brief an die Firma Linde geschrieben, um an ihre Verantwortung bei der Sauerstoffversorgung in der Corona-Pandemie zu appellieren (siehe auch den Artikel in dieser Ausgabe).

 

Mitgliederversammlung: Vorstand neu gewählt

Auf der Mitgliederversammlung der ISP im September, die dieses Jahr online stattfinden musste, wurden alle Vorstandsmitglieder wieder gewählt. Zusätzlich wurde Vanessa Schaeffer neu als Beisitzerin in den Vorstand gewählt. Sie ist Rechtsanwältin aus Lima und hat sich auf Umweltrecht und Menschenrechte spezialisiert. Seit 2012 arbeitet sie bei der peruanischen Nichtregierungsorganisation CooperAcción, die auch eine Partnerorganisation der ISP ist. Derzeit macht Vanessa Schaeffer einen Master in Environmental Governance an der Uni Freiburg. Herzlich willkommen im Vorstand!

 

Stellungnahme zum Lieferkettengesetz


Im August hatten wir als ISP und Kampagne Bergwerk Peru unsere Stellungnahme zum Lieferkettengesetz an das Bundesministerium für Wirtschft(BMWi) geschickt. Eine persönliche Antwort erhielten wir nicht, lediglich eine allgemeine Antwort, ein Lieferkettengesetz dürfe nicht dazu führen, dass sich Unternehmen aus bestimmten Ländern zurückziehen. Auf unsere Stellungnahme, die Beispiele für Probleme bei Lieferketten im Bergbausektor und in der industriellen Landwirtschaft, nennt, wurde überhaupt nicht eingegangen. Daher ist es weiterhin wichtig, Druck auf das Ministerium zu machen. Die Initiative Lieferkettengesetz hat daher eine Protestaktion an Ministter Altmaier gestartet, an der man online teilnehmen kann:
http://www.kampagne-bergwerk-peru.de/aktionen/bundeswirtschaftsministerium-blockiert-lieferkettengesetz-schluss-mit-dem-verzoegern-und-verwaessern/

 

Kampagne #EspinarContraLaImpunidad

Die Organisation Derechos Humanos Sin Fronteras in Cusco fordert nach den gewaltsamen Protesten im Juli im Konflikt um die Mine Antapaccay eine umfassende Aufarbeitung der Menschenrechtsverletzungen und Bestrafung der Verantwortlichen. Infostelle und  Kampagne Bergwerk Peru unterstützen die Kampagne #EspinarContraLaImpunidad, die auch die Menschenrechtsverletzungen in der Vergangenheit, insbesondere das ungelöste Problem der Kontamination durch die Mine und die gesundheitlichen Folgen für die Bevölkerung, anprangert. Auf Initiative der Plataforma Europa Perú sendeten wir und andere PEP-Mitglieder E-Mails und Briefe an die peruanischen Botschaften in unseren Ländern sowie an die Botschaften in Lima, mit der Bitte um Unterstützung der Forderungen der Zivilgesellschaft.

http://www.kampagne-bergwerk-peru.de/kampagnen/espinar/espinarcontralaimpunidad-brief-an-botschaften-und-aktuelle-entwicklungen/

 

Ländergespräch Peru des BMZ

Mit drei Vertreter*innen hat die ISP am Ländergespräch Peru des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit teilgenommen, das Ende August stattfand – diesmal aus gegebenem Anlass online.

Hinterlasse eine Antwort

Deine Email Adresse wird nicht veröffentlicht.