Fussballkapitän Paolo Guerrero war wegen Kokain-Spuren  gesperrt . Dabei hatte er nur  Koka-Tee getrunken, sagt er.

Dass diese Nachricht es in die InfoPeru schafft, muss erklärt werden.

Paolo Guerrero ist der bekannteste Fussbalspieler Perus.Auch in Deutschland kennt man ihn, er spielte   früher beim FC Bayern und beim HSV und spielt jetzt für Flamengo Rio de Janeiro in Brasilien. Ausserdem ist Guerrero Kapitän der peruanischen Fußballmannschaft. Diese hat sich zur Fußball-WM 2018 in Russland qualifiziert – zum ersten Mal seit 30 Jahren. Deshalb schlug die Nachricht wie eine Bombe ein, dass die FIFA Paolo Gerrero für 1 Jahr sperren würde. Bei einer Doping-Kontrolle waren  Spuren von Kokain festgestellt worden.

Guerrero und seine Anwälte erklärten, dass er kein Kokain eingenommen habe,  sondern viel Koka-Tee getrunken hatte. Da ist sie wieder: die weit verbreitete Unwahrheit, dass das Kauen von Kokablättern oder das Trinken vom Kokatee gleichbedeuted sei mit der Einnahme von Kokain.  Es kann nicht oft genug gesagt werden: Der menschliche Körper kann aus den Bestandteilen des Kokablattes kein Kokain bilden.

Mit 100 Gramm  „gekauter“ Kokablätter erhält der Körper mehr Proteine als durch den Verzehr der gleichen Menge von Quinua, Weizen oder Mais.

Kokain dagegen entsteht durch einen langwierigen chemischen Prozess mit vielen Chemikalien.

Dies scheint sich inzwischen auch bei der FIFA herumgesprochen zu haben: Der Dopingvorwurf durch Kokaineinnahme wurde von der FIFA inzwischen fallen gelassen und die Sperre auf 6 Monate verringert. Damit ist die Teilnahme ihre Mannschaftskapitäns bei der WM 2018 in Russland wieder gesichert.

 

Heinz Schulze

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