Am 21. Oktober 2016 fand in Lima das zweite Treffen der deutsch-peruanischen Rohstoffpartnerschaft statt. Auch Gruppen der Zivilgesellschaft wurden gehört.Im Rahmen der vor zwei Jahren geschlossenen Rohstoffpartnerschaft zwischen Peru und der Bundesrepublik Deutschland, fand dieses Jahr das zweite Deutsch-Peruanisches Rohstoffforum: „Rohstoffgewinnung und nachhaltige Entwicklung” in Lima statt.

Dazu waren rund 20 Vertreter aus dem federführenden Wirtschaftsministerium, aber auch aus dem Bundesministerium für Umwelt, der Deutschen Rohstoffagentur BGR und anderen Behörden angereist. An die öffentliche Veranstaltung kamen rund 150 Teilnehmende, die Themen drehten sich um die Sanierung von Altlasten, den Beitrag des Bergbaus zur nachhaltigen Entwicklung und zur  Formalisierung von Kleinmineuren.

Am Nachmittag fand eine Gesprächsrunde mit geladenen Vertretern der peruanischen Zivilgesellschaft und Vertretern der Bundesbehörden statt. Dabei betonten die peruanischen Organisationen die Verantwortung Deutschlands als einem der grossen Abnehmer für peruanisches Kupfer. Ein Beispiel ist  die  heftige Auseinandersetzung um das  Kupferabbauprojekt Las Bambas im Staat Apurímac. Einer der Auslöser des Konfliktes ist das nachträglich und ungenügend abgeänderte Umweltgutachten. Dies sei nur möglich gewesen, weil der peruanische Staat voriges Jahr ein Paket zur Ankurbelung der Wirtschaft erlassen und darin die Hürden für Umweltgutachten gesenkt habe.  Deutschland habe als Abnehmer eine Verantwortung, politisch dagegen zu steuern.

„Leider haben die deutschen Behördenvertreter auf die  Anfragen aus der Zivilgesellschaft nur eine technische Antwort gegeben, und sind auf die politischen Anliegen nicht eingegangen“, kommentierte Jimi Merk, der als Geschäftsführer der Infostelle Peru an dem Treffen teilnahm.

Hildegard Willer

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