35% aller Investitionen in den peruanischen Bergbau kommen aus China.

 

Mit einem Anteil von 35% sind die Investitionen chinesischer Unternehmen  im peruanischen Rohstoffbereich höher als die der USA oder Kanadas, so die peruanische Nichtregierungsorganisation Cooperacción.

Dabei ist wichtig, dass Peru mit China ein Freihandelsabkommen abgeschlossen hat mit 18 konkreten Unterabkommen, u.a. eines, das den Umweltschutz betrifft. Paulina Garzón, Direktorin der Initiative Nachhaltige Investitionen Chinas in Lateinamerika, betont, dass wegen der Bedeutung dieser Verträge eine besondere Aufmerksamkeit gegenüber den chinesischen Firmen notwendig sei. Über diese Initiative wird versucht, dass in den chinesischen Bergwerksprojekten soziale Standards wie die Vorab-Konsultation eingehalten werden.

Das peruanische Bergwerks- und Energieministerium beziffert die chinesischen Investitionszusagen  im peruanischen Bergwerkssektor, speziell im Kupfersektor, mit 10 Milliarden Dollar. Genannt werden die Minen: Las Bambas (Apurímac), Pampa de Pongo (Arequipa), Galeano (Cajamarca), Don Javier (Arequipa) sowie die „Resteverwertung“ aus Halden in Ica und Rio Blanco (Piura) sowie Erweiterungen der Minen in Toromocho (Junín) und Marcona (Ica). Im Februar 2015 betrug die bereits getätigte chinesische Investition 22 Milliarden USD.

Anders als in Europa oder Nordamerika hat die Zivilgesellschaft in China keine Stimme. Peruanische NGOs, die zu europäischen oder nordamerikanischen Minen arbeiten, stehen meist in regem Kontakt mit Gruppen der dortigen Zivilgesellschaft. In China haben sie diese Ansprechpartner nicht.

(Heinz Schulze, inforegion, 26.2.17)

 

 

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