Die Infostelle Peru hat Rómulo Torres von ca. 28. April bis 18. Mai 2019 zu einer Rundreise nach Deutschland eingeladen. Rómulo Torres ist Ökonom und Direktor der Nicht-Regierungsorganisation  „Forums Solidaridad Perú“ in Lima. Er hat jahrelange Erfahrung als Mitarbeiter verschiedener Nichtregierungsorganisationen und ist ein hervorragender Kenner der sozialen Bewegungen in Peru.

Im Rahmen seiner Rundreise bietet er Vorträge und Inputs über die Kämpfe, Visionen und Erfolge der sozialen Bewegungen in Peru an. Seine Schwerpunktthemen sind dabei:

–          Landraub und Verletzung der Landrechte von Indigenen und Kleinbäuer*innen

–          Kapitalflucht und soziale Ungerechtigkeit, Korruption

–          Neokonservative Bewegungen und Diskriminierung

Die Rundreise ist von ca. 28. April bis 18. Mai geplant. Wer Interesse hat, Rómulo Torres zu einer Veranstaltung einzuladen, kann sich an die Geschäftsstelle wenden ( annette.brox@infostelle-peru.de)

Wir freuen uns über reges Interesse!

 

2 Responses

  1. Nora Quevedo- Maier

    Das war leider ein Griff daneben: keine differenzierte und sachlich fundierte Analyse der gesellschaftlichen und politischen Prozesse in Peru. Politische Propaganda reicht nicht, um Reale Problemlage verändern zu können. Das war leider ziemlich unseriös. Herr Torres stellte eine Militärdiktatur ( Velasco Alvarado) als gutes Beispiel für die Nichtdiskriminierung der indigenen Bevölkerung in den Vordergrund. Diese Diktatur war so korrupt wie andere Regierungen in Peru auch und nahm der indigenen Bevölkerung am Ende all das, was sie ihr zuvor gegeben hatte, wieder ab. Was daran soll gerecht sein?
    Nora Quevedo-Maier

    Antworten
  2. Georg Hetges

    Ich kenne weder die die Ausführungen des Herrn Rómulo Torres, noch behaupte ich ein Kenner der neueren peruanischen Geschichte zu sein. Zufällig aber las ich gerade einen Bericht über die Landenteignung der Q’ero in Peru und in ihm wird nun von einer positiven Rolle des ehemaligen Präsidenten Velasco Alvarado berichtet. Auch erklärte seine Regierung Quechua, die Sprache der Mehrheit der inidgenen Bevölkerung, zur zweiten Amtssprache. Im Rahmen der Reformen wurde die Hazienda, die unrechtmäßig Land in Besitz nahm und Zwangsarbeit abverlangte, aufgelöst und das Land zurückgegeben.
    Der Einfluss des internationalen Kapital, die Einmischung des Auslandes und eine weiße Oberschicht wirken sich bis heute negativ auf die Chancen der indigenen Bevölkerung aus. Bis heute spielt sie im sogenannten demokratischen System keine Rolle, obwohl sie die Hälfte der peruanischen Gesamtbevölkerung ausmacht.

    Antworten

Hinterlasse eine Antwort

Deine Email Adresse wird nicht veröffentlicht.