Informationsstelle Peru e.V.

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Seminar Regenwaldschutz, München, 19.11.2011

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Finanzielle Anreize für den Regenwaldschutz

Klimaretter oder trojanisches Pferd?

Tagesseminar 

Samstag, 19.11.2011, von 11 - 18 Uhr in München (Eine Welt Haus), Nähe  Hauptbahnhof

Um die Erderwärmung wegen Rodung und Waldzerstörung zu stoppen, wurde  auf der Klimakonferenz in Montreal 2006 der Prozess zur Reduzierung der Emissionen gestartet.

Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 07. Oktober 2011 um 19:25 Uhr Weiterlesen...
 

Kampagne "Bergwerk Peru" - Jahresbericht 2010

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Kampagne "Bergwerk Peru - Reichtum geht, Armut bleibt" . Jahresbericht 2010

1.       Kampagne »Bergwerk Peru – Reichtum geht, Armut bleibt«

Die Kampagne kam auf Initiative kirchlicher Gruppen zustande, die langjährige Partnerschaften mit Gemeinden und Organisationen in der Region Cajamarca haben. Außerdem haben die Infostelle Peru (ISP) und lokale Gruppen seit vielen Jahren über die Problematik des Goldabbaus in Peru informiert. Träger der Kampagne sind (Stand 31.12.2009): Cajamarca-Partnerschaftsgruppen; Caritas international; Color Esperanza; Diözese Mainz-Referat Weltkirche; Erzbischöfliches Ordinariat Bamberg-Referat Weltkirche; FIAN Deutschland; Grupo UNSOLOMUNDO Heidelberg; Informationsstelle Peru; Kindernothilfe; Kolping international; MISEREOR; Städtepartnerschaft Treptow-Köpenick – Cajamarca; terre des hommes; Welthaus Bielefeld.

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Wem dienen Feldforschungen in Peru ?

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Ein Einwurf von Heinz Schulze

Dr. Störl, Privatdozentin (Arbeitsstelle Diversität und Hybridität im Kontext von Kultur, Sprache und Kommunikation an der TU Berlin) bietet für August 2011 eine Exkursion „Begegnung der Kulturen – Methoden der Feldforschung“ nach Peru an.

Teddy Sinacay T., verantwortlich für 32 Dorfgemeinschaften des indigenen Volkes der Asháninka im zentralen Regenwald Perus, Distrikt Rio Negro, dem ich das Programm zeigte, meinte dazu. Wem dienen eigentlich diese ganzen Forschungen in Perú? Auch zu uns in den Regenwald kommen viele Forscher. Wenige fragen uns, ob uns das gefällt oder sprechen es vorher mit uns ab, ob und wie deren Ergebnisse dazu dienen, unsere Rechte, unsere Kultur, unsere Überlebenschancen zu verbessern.

Bei genauerem Lesen des o.g. Programms sind aus Sicht einer langjährigen Kooperation mit Peru (von Basisorganisationen bis wissenschaftlichen Einrichtungen) einige Anmerkungen erlaubt:

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GUT LEBEN statt BESSER LEBEN

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Indigene Konzepte zur Lebensqualität

Ein Diskussionsbeitrag von  Heinz Schulze

Für uns Mitteleuropäer sind die indigenen Vorstellungen eines GUTEN LEBENS zunächst mal nicht gedacht, sie haben auch nichts mit esoterischen Fluchtszenarien aus der Realität zu tun. Unsere Art und Weise zu leben und zu produzieren ist anders als die von indigenen Völkern in den Anden oder im Regenwald Lateinamerikas. „VIVIR BIEN – GUT LEBEN“ ist ein positiver Ansatz, die aber gleichzeitig falsche Entwicklungsansätze ablehnt, die „wir“ (durch staatliche und private Entwicklungsprojekte wie auch besonders durch evangelikale Religionsgemeinschaften) indigenen Gemeinschaften gebracht haben.

Mit den Vorstellungen des GUTEN LEBENS wurde ich  erstmals 1992 „konfrontiert

Das geschah durch Gespräche mit Serafin Aju, einem methodistischen Aymara-Pastor aus Bolivien. Er war Teilnehmer einer Delegation von VertreterInnen indigener Organisationen aus Lateinamerika anlässlich der Protest- und Aufklärungskampagne „500 Jahre Kolonisierung und Ausbeutung“. Die Rundreise dieser interessanten Delegation haben wir mit organisiert und es war eine gelungene Antwort auf das Jubiläum der angeblichen „Entdeckung“ Südamerikas durch Kolumbus.

In späteren Briefen bemerkte Serafin Aju, dass es schwer sei, in seinem methodistischen Umfeld Ideen indigener Religiosität und Vorstellungen eines VIVIR BIEN in indigenen Gemeinschaften seinen theologischen KollegInnen, besonders in den USA,  zu vermitteln.

Das Konzept des GUTEN LEBENS entwickelte sich als Teil der Weltsicht indigener Organisationen. Erst heute ist das Konzept  aus der Umklammerung von nationalistischen indigenen Organisationen, orthodoxen linken Parteien, und  geschäftstüchtigen „Schamanen“ die das Thema esoterisch vermarkteten, herausgewachsen und stellt heute eine politische Leitlinie im Staat Bolivien dar.

Frühere Beschreibungen des GUTEN LEBENS waren unter anderem: „Früher im Inca-Reich war alles besser und nur ein zurück zu diesem (Anmerkung: Sehr autoritären Staatsgefüge) Zustand bringt alles Gute zurück“; „Schamanen führen  Rituale zur Naturverbundenheit und dem einfachen Leben durch, verhalten sich aber rein kapitalistisch.“

Die Unterschiede, was ein GUTES LEBEN konkret ausmacht, sind natürlich verschieden in andinen Dorfgemeinschaften oder indigenen Organisationen im amazonischen Regenwald. Das macht sich nicht nur an Begriffen wie „Mutter Erde“ (Anden) und “Mutter Natur“ (Regenwald) fest. Auch gelten diese Lebensvorstellungen nit mehr in allen indigenen Dorfgemeinschaften. Dort, wo der Einfluss kapitalistischer Religionen, z.Bsp. durch nordamerikanische Sekten, stark ist, und die Leute  sich deshalb nicht mehr an traditionellen Festen beteiligen, bestimmte Speisen nicht mehr essen dürfen, etc.

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Wer sind wir?

Die Informationsstelle Peru e.V. wurde 1989 von einem Großteil der Peru-Solidaritätsgruppen gegründet. Seit dieser Zeit werden durch die ISP

  • die Arbeit der Gruppen unterstützt (z.B. zu Menschenrechten),
  • politische Kampagnen initiirt (z.B. zu den Folgen des Bergbaus),
  • Reisen von VertreterInnen peruanischer Nichtregierungs-organisationen koordiniert,
  • Seminare veranstaltet und Publikationen herausgegeben,
  • Gespräche mit Regierung, Abgeordneten und Parteien geführt, ...
(Nein, wir stellen Ihnen nicht kostenlos eine touristische Rundreise zusammen.)
Aktuelle Nachrichten bezüglich Peru finden sie bei den Seiten der Städtepartnerschaft
 


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