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| Seminar "Exporterfolge, Wachtumsrekorde, Devisenreserven: hat sich das Schuldenproblem Perus erledigt?" |
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Samstag, 23. Januar 2010, 10.30h – 16.30h, Mannheim, KAB-Büro (D 6,5)
Veranstalter: Informationsstelle Peru e.V.
Color Esperanza e.V.
erlassjahr.de e.V.
Katholische Arbeitnehmerbewegung – Erzdiözese Freiburg
Kolpingverband – Erzdiözese Freiburg
Koordinierungskreis „Peru – Entwicklung braucht Entschuldung“
Eine weitere Konsequenz der Überschuldung war die durch die Strukturanpassungsprogramme der Gläubiger (IWF und Regierungen des Nordens) erzwungene neoliberale Wirtschaftspolitik des peruanischen Staates: Weltmarktintegration und Ausverkauf der natürlichen Reichtümer des Landes, Förderung der Exportproduktion und Vernachlässigung der Binnenwirtschaft, Rückzug des Staates aus Wirtschaft und Versorgung, Privatisierung von Gesundheit, Bildung und Energieversorgung, Abbau von Umwelt- und Sozialstandards zur Herstellung „investitionsfreundlicher Bedingungen“.
Die Konsequenzen für die Mehrheit der Bevölkerung waren eine völlig unzureichendes Bildungs- und Gesundheitssystem, verarmte Kleinbauern, Landflucht, Mangel an bezahlbaren Nahrungsmitteln und zunehmende soziale und materielle Gegensätze.
Die seit einigen
Jahren deutlich gestiegenen Rohstoffpreise und die –trotz niedriger Steuern und
Abgaben- dadurch erhöhten Staatseinnahmen haben die Schuldenproblematik
–zumindest vorübergehend- deutlich entschärft: Peru verfügt über hohe
Devisenreserven und kann seinen Schuldendienst bezahlen. Das Land hat sich
durch die vorzeitige Rückzahlung von Schulden sogar zusätzlichen Spielraum
verschafft.





