Informationsstelle Peru e.V.

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Protokoll Vorstandssitzung 18.05.2011

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Protokoll der ISP-Vorstandssitzung am 18.5.2011 in Frankfurt/M.

Diskussionsleitung:  Mechthild Ebeling

Protokoll:                    Heinz Schulze

Zunächst wurde Elena Muguruza als neue Vorstandskollegin herzlich willkommen geheißen!

1. Nachlese vom Kölner Seminar:

Inhaltlich gab es gute Rückmeldungen zu den Beiträgen. Es ist notwendig, die Moderation strenger zu machen, Übersetzung und Moderation zu trennen und auch die Übersetzung vorher besser zu klären.

2. Nachlese zur Mitgliederversammlung:

Es wurde festgehalten, dass der Termin im Anschluss an das Kölner Seminar der einzig realistische Zeitpunkt ist, obwohl da die Zeit kurz ist. Es ist notwendig, für die MV uns auch wirklich  bis 17 Uhr Zeit zu nehmen, es ist ja die einzige MV und gleichzeitig Jahreshauptversammlung unseres Vereins. Das bereits vorliegende Protokoll wird, damit es auch diejenigen besser verstehen, die nicht dabei waren, noch von Jimi überarbeitet und dann verschickt.


3. Finanzen:

Seit dem Bericht der letzten Mitgliederversammlung in Köln  gibt es keine neue Situation, das heißt: Wir benötigen für das Jahr 2011 immer noch einige tausend Euro "frisches Geld" für den Bereich der Koordination. Es fehlen weiterhin die 5.000,- € , die wir weniger als Globalmittel haben. Vorstand, Geschäftsstelle und Mitglieder sollen sich mächtig Gedanken machen: Neue Mitglieder (auch Fördermitglieder) werben, Stiftungen anfragen, die auch Globalmittel zur Verfügung stellen und nicht nur Maßnahmen unterstützen. In den Anträgen für spezielle Maßnahmen müssen immer  10% Organisationskosten mit beantragt werden.

4. Tagesseminare:

Vom Antrag bei InWent/FEB-Mittel wurde das europäische Seminar leider  nicht bewilligt, aber dafür  Zuschüsse zur Betreuung des Newsletters und der 5 geplanten Tagesseminare. Es stehen dafür insgesamt 10.000 € zur Verfügung, das ist abhängig von der jeweiligen Situation: Fahrtkosten, Unterkunft und Verpflegung, TeilnehmerInnen-Zahl etc. Ziel der Tagesseminare ist es, die Diskussion innerhalb der an Peru Interessierten zu verbessern, und das durch machbare Angebote (sprich: Tagesseminare). Dazu soll zu diesen Themen die Kooperation verbessert werden.

Einige Seminare stehen terminlich fest, andere sind in der Planung.

Thematisch geht es um:

1. Thema „Regenwald“  mit dem Schwerpunkt auf der Debatte über das Instrument  „REDD“ (= Reducing Emissions from Deforestation and Degradation). Der Termin ist noch unklar.

2. Thema MR: „Strategien zu Umsetzung der wsk-Rechte in Peru“.  Da geht es einmal um die Situation der wsk-Rechte in Peru in Zeiten des Wirtschaftswachstums und  um mögliche Ansatzpunkte, diese zu verbessern.  Termin: 2.7. in Berlin

3. Freihandelsabkommen - TLC (durch GS) Termin: 9.7. in Mannheim

4. Extraktive Industrien - Bergbau: Geplant (u.a. mit der Freiburger Gruppe Color Esperanza) z.B. zum Thema: Erstellung didaktischen Materials zu Bergbau-Themen.  Termin??

5. Des weiteren ist ein Tagesseminar  in Planung. Bisheriger Themenvorschlag ist  „Soziale Konflikte in Peru im Kontext der neuen Regierung“ mit Hildegard Willer als Refererentin. Dazu muss dann bei  FEB-INWENT eine Themenänderung angemeldet werden. Termin: November 2011 in einem zentral gelegenen Ort in Deutschland.

Wichtig ist bei all diesen  Tagesseminaren das Herausarbeiten des entwicklungspolitischen Kontextes. Die finanzielle Abwicklung zu den fünf für 2011 geplanten Tagesseminaren läuft  über  Heinz und Jimi.

5. Kooperation ISP mit Weltwärts-Bielefeld:

Es ist ein Rückkehrerseminar in Planung (mit Bielefeld) vom 6.-8.1. 2012. Kontakt: Jimi.

6. Newsletter:

Hierzu gab es eine längere Diskussion: Was genau ist das Ziel, welche Rückmeldungen gab es auf die beiden bisherigen Ausgaben?

Eine Meinung war, dass die Politik der Regierungszeit von Fujimori zu relativ, zu "weich" dargestellt wurde. Eine weitere Unklarheit war: Soll es ein Rundbrief (ähnlich wie die früheren Peru-Berichte von Elena) sein oder, wie geplant, tatsächlich ein Newsletter  mit jeweils einem Schwerpunktthema, sowie  anderen kurz eingeführten  Themen (mit Verweis auf Quelle zum Weiterlesen) und außerdem eine Plattform für aktuelle Hinweise, Veranstaltungen etc.

Nach längerer Diskussion wurde festgehalten: Die einzelnen Beiträge werden namentlich gezeichnet. Am Ende des Newsletters wird der Hinweis  gegeben, dass die Artikel die Meinung der AutorInnen widergeben  und nicht notwendigerweise mit der der ISP übereinstimmen.  

Der Newsletter ersetzt nicht die früheren - und evtl. wieder entstehenden unregelmässig erscheinenden  „Peruberichte“ von Elena.  Sinnvoll ist aber eine thematische Abstimmung zwischen diesen beiden Kommunikationsinstrumenten. Das Newsletter-Redaktionskomitee (Hildegard, Mechthild und  Heinz)  ist für die Koordination zuständig, Hildegard für die Zusammenstellung des Newsletters. Sie  wird gebeten, die anstehenden Inhalte und  Themen sowie den geplanten Redaktionsschluss rechtzeitig der  Geschäftsstelle und dem Vorstand mitzuteilen.

Das bewährte Schema  Editorial - Thema des Monats - Markt der Informationen aus Peru und aus Deutschland- wird beibehalten. Dazu sollen und können ALLE etwas beitragen (und dann mit ihrem Namen unterzeichnen). Wichtig ist, dass die verlinkten Beiträge z.B. auf der ISP-Web-Seite  stehen müssen.

Der nächste Redaktionsschluss ist der 16.6.   Schwerpunktthema wird sein:  „Wahlen – Neue Regierung“,  sowie evtl. (mit Hildegard und Heinz abgesprochen)  Das Gute Leben - Konzept indigener Vorstellungen. 

7. ISP-Web-Seite : 

Es sind Kritiken aufgekommen über die noch immer noch sehr wenig aktualisierte Web-Seite der ISP.

Es wird festgehalten: Grundsätzlich muss immer folgendes auf der Webseite zu finden sein und regelmäßig aktualisiert werden:

  • Ø Aktuelle Vereinssatzung, Vorstand,
  • Ø Antragsformular für Beantragung der Mitgliedschaft,
  • Ø Jahresberichte der GS,
  • Ø Protokolle der Vorstandssitzungen,
  • Ø Hinweise auf alle Veranstaltungen, an denen die ISP als (Mit-)Veranstalter auftritt,
  • Ø

8. Umgang zu Informationen  in spanischer Sprache: 

Es gibt natürlich immer ganz wichtige und gute Texte aus Peru in spanischer Sprache, deren Verbreitung wir wichtig finden.  Diese  "schnell" zu übersetzen ist meist nicht möglich. Die GS wird deshalb   einen speziellen Verteiler einrichten, über den unser spanischsprachiges Publikum dann  spanischsprachige Texte bekommen. 

Vorschlag: Es wird  via GS eine Rundfrage herausgehen, wer die spanischen Texte möchte und dann gibt es einen Extraverteiler für e-mails "spanische Texte". 

9. Europäisches Treffen: 

Der dafür notwendige Zuschuss wurde nicht genehmigt. Der Vorstand und die GS sehen derzeit keine Kapazitäten, das jetzt in 2011 noch "nebenher" zu organisieren. Die bisherigen Kontakte werden gehalten (PEP) etc. Evtl. gibt es eine Kooperation mit N. Arnzt (ein Treffen christl. Kooperanten mit Peru), da kümmert sich vorerst Elena darum. 

10. Aktion gegen  TLC - Freihandelsabkommen Europa-Peru/Kolumbien. 

Der Aufruf zur "Einmischung" ist über den „großen Verteiler“ der ISP verschickt worden. Leider gab es bisher wenig Rückmeldungen.  Inzwischen gibt es neuere Materialien zum Thema, es ist auch Thema eines der o.g. Tagesseminare. Im Herbst 2011 ist eine erneute Aktion gegenüber dem Europ. Parlament geplant. 

11. Aktive Mitgliederwerbung 

Wir empfehlen, die Mitgliederwerbung aktiv zu betreiben, und vor allem ehemalige  Weltwärts-Freiwillige  und Ex-PraktikantInnen gezielt anzusprechen sowie  Kooperationspartner (Gruppen) wie Color Esperanza. 

12. AUFNAHME NEUER MITGLIEDER: 

Der Vorstand nimmt als neue Mitglieder einstimmig auf: 

+ ADELHEID GRAF 

+ ANDREAS BAUMGART

+ LUZ MARIA CERRON.

Herzlich willkommen !!

13. Bergwerkskampagne:

Zur  Zeit wird eine neue Koordination für die Kampagne gesucht, da Elena aus beruflichen Gründen diese Funktion aufgegeben hat. Sie berichtet kurz von dieser Funktion, die sie seit 2007 innehatte. Die Kampagne ist weiterhin auch für neue Gruppen interessant und deshalb muss der Koordinationsposten dringend und schnell wieder besetzt werden.  Gespräche mit KandidatInnen laufen. Von Mechthild wurde bemängelt, dass bisher innerhalb der ISP und auch im Vorstand wenig Informationen zur Arbeit und zur Funktionsweise  der Kampagne  vorhanden waren.

Die ISP wird bei der Bergwerkskampagne einen Zuschuss  in Höhe von 5% der Gesamtmittel beantragen  für die Verwaltungsaufwendungen unserer GS.

Nachdem Elena nicht mehr die Arbeit als Koordinatorin der Bergwerkskampagne ausübt, will sie zukünftig  weiter als ISP-Vertreterin  darin aktiv sein, Heinz bleibt ebenfalls im Koordinierungsteam der Kampagne.



14. Katholikentag 16.-20.5. 2012 in Mannheim

Elena, Jimi und Heinz berichten über die Vorplanungen. Über entsprechende "Mannheimer Kontakte" soll das Thema Bergbau und evtl. Exporte aus Peru dort eingebracht werden.



15. Neues PEP-Treffen in Brüssel:

Das geplante Treffen wurde verschoben, Jimi hält den Vorstand auf dem Laufenden. In Zukunft nimmt Jimi an den  "umfassenderen Koordinierungstreffen" teil. Wenn es thematische Untergruppen dort gibt, werden andere thematisch kompetente VertreterInnen der ISP motiviert und zur Teilnahme delegiert.



16. Tagung “Medios Memoria y Violencia” am 14.7. in Hamburg

Mechthild nimmt für die ISP teil  und diskutiert in der Endrunde mit.



17.  Umgang mit Bitten um Stellungnahme und Protest seitens der ISP:

Hintergrund ist, dass in letzter Zeit vermehrt Anfragen kommen, sich zu einem Problem/Aktion zu äußern.
Damit das handhabbar bleibt, wird folgendes Vorgehen abgesprochen:
1. Bei eiligen Aktionen, bei denen wir selbst eine Stellungnahme schreiben sollen:

es soll Vorrang haben, dass durch die ISP e.V. nach einem kurzen elektronischen Abstimmungsverfahren, entweder durch ein Vorstandsmitglied oder durch die Geschäftsstelle, eine Stellungnahme geschrieben (und evtl. auch über den Verteiler verbreitet) wird. Damit ist gesichert, dass wenigstens eine Stellungnahme geschrieben wurde.
2. Andere Bitten um Unterstützung bei "wichtigen Anlässen", zu denen bereits eine Stellungnahme vorliegt, die von möglichst vielen Personen und Organisationen unterschrieben werden soll: da gibt es eine vorherige Abstimmung im Vorstand und dann geht diese Bitte, möglichst mit einer erklärenden Anleitung / Hintergrundinformation, entweder an spezielle "Fachgruppen" oder über den ISP-Verteiler.

18. Situation über das Hochwasser in Selva Central:

Da der Unterstützungsaufruf hierzu auch von der ISP weiter geleitet wurde, gibt Heinz den übersetzten Dankes-Brief der CARE auf die web-site der ISP.



19. Nächstes Vorstandstreffen:

2.9.11 in Kassel.

Zwischendurch werden Telefonkonferenzen bei Bedarf organisiert.