Informationsstelle Peru e.V.

  • Schrift vergrößern
  • Standard-Schriftgröße
  • Schriftgröße verkleinern

Nahrung – ein Menschenrecht: Wen ernährt die peruanische Landwirtschaft?

E-Mail Drucken PDF

Seminar vom 03. bis 05. April 2009 in Köln, Tagungs- und Gästehaus St. Georg

Viele Menschen in Peru hungern, Kleinbauern können von ihrer Produktion nicht leben – gleichzeitig wird aber auf vielen fruchtbaren Flächen des Landes für den Weltmarkt produziert.

Nach Auffassung der peruanischen Regierung ist die landwirtschaftliche Exportproduktion ein Schlüsselbereich für die wirtschaftliche Entwicklung, für sie stehen die Erwirtschaftung von Devisen und die Integration in den Weltmarkt im Vordergrund, sie vernachlässigt die (kleinbäuerliche) Produktion für die lokale und regionale Versorgung der Bevölkerung. Die Kleinbauern werden vom Staat nicht gefördert und unterstützt, sondern es wird im Gegenteil versucht, sie zu verdrängen zugunsten von Exportproduktion und Abbau von Rohstoffen.

Agrarfirmen und Großgrundbesitzer produzieren für den Export, ohne Rücksicht auf Menschen und Umwelt.

Gesellschaftlich sind die indigenen Kleinbauern zudem häufig Opfer von Rassismus.

Die europäische (Agrar-)Politik hat die eigenen Interessen im Blick: die Versorgung mit (billigen) Nahrungs- und Futtermitteln und den Schutz der eigenen Bauern. Die „Entdeckung“ der Agroenergie hat dieses Problem verschärft. Der freie Zugang zu den Märkten im Süden hat für Europa absolute Priorität.

Wachsender Hunger, Landkonflikte und Widerstand der Bevölkerung sind das Ergebnis in Peru. Selbsthilfeorganisationen und soziale Bewegungen versuchen, sich gegen diese Entwicklungen zur Wehr zu setzen, geraten dabei aber immer wieder in Konflikte mit staatlichen Institutionen und den Ordnungskräften.

Referent/innen: Luis Guerrero (Agraringenieur, Cajamarca/Peru), Christiana Schuler (Agraringenieurin, attac-Agrarnetz), Hildegard Willer (Journalistin, Amsterdam, ehemals Lima/Peru)

Information und Anmeldung bei: Informationsstelle Peru, Postfach 1014, 79010 Freiburg,

email: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. , www.infostelle-peru.de