Als wir Anfang der 80er Jahre Susana Baca mit ihrer musikergruppe über eine Woche in unserer Wohnung beherbergten und Auftritte in München und Bayern organisierten, ahnten wir natürlichnicht, dass sie Kulturministerin ihres landes werden würde. International und auch national wurde sie dann bekannter durch den Gewinn eines Grammy-Preises. Ihr engagement als UNICEF-Botschafterin fand keine große Aufmerksamkeit. Jetzt ist sie, eine Vollblutmusikerin, erste afroperuanische Ministerin überhaupt vor großen aufgaben gestellt.
In den ersten Amtswochen war sie kaum im Büro. Sie hatte noch Vorstellungen im Ausland. Gab es vorher schon kritische Meinungen, ob sie den "Apparat Kulturministerium" effektiv leiten würde, waren seitens der rechten Opposition erste Rücktrittsforderungen zu hören.
Susana Baca argumentierte, dass sie ihre Auftrittsverpflichtungen einhalten müsse, weil sonst hohe Vertragsstrafen drohen würden. Der Druck, ihr Ministeriumsamt in Lima ernster zu nehmen war dann so groß, dass sie erstmals ihre künstlerische Tätigkeit zurück stellte.
Von ihrem - wohl auf einige Zeit letztem Konzert in Berlin der folgende Bericht...http://www.staepa-cajamarca.de/tickermeldung.php?id=22445
(Heinz Schulze)





