Neues aus und Veranstaltungen der Infostelle Peru

 

Initiative Lieferkettengesetz macht weiter: für ein europäisches Lieferkettengesetz

Die Initiative Lieferkettengesetz hat beschlossen, auch nach der Verabschiedung des deutschen Lieferkettengesetzes weiterzumachen. Ziel ist es jetzt, ein starkes europäisches Lieferkettengesetz durchzusetzen. Die Infostelle und Bergbau-Kampagne werden auch weiter als Unterstützerorganisationen dabei sein.

 

Schutz der Menschenrechte und der Umwelt in der EU-Batterieverordnung

ISP und Bergbau-Kampagne haben ein Forderungspapier des AK Rohstoffe „Für konsequenten Schutz der Menschenrechte und der Umwelt in der EU-Batterieverordnung – 10 Vorschläge für wirksame menschenrechtliche und umweltbeezogene Sorgfaltspflichten“ mit unterzeichnet.

 

Petition zur Unterstützung der Kulturministerin

Die neue Kulturministerin Andrea Gisela Ortiz Perea wird als Terroristin verunglimpft, weil sie sich für Aufklärung und Gerechtigkeit im Fall der 1992 „verschwundenen“ Studenten von La Cantuta eingesetzt hat und danach zu einer engagierten Aktivistin für Menschenrechte wurde. Ihr Bruder war eines der Opfer von La Cantuta. Die Menschenrechtsorganisation Coordinadora Nacional de Derechos Humanos hat in einer Erklärung die politischen Autoritäten aufgefordert, dass sie die Anschuldigungen zurückweisen und Respekt für die Kulturministerin einfordern. Die ISP hat die Erklärung mit ihrer Unterschrift unterstützt.

Wer die Erklärung ebenfalls unterstützen möchte, kann dies auch jetzt noch unter https://chng.it/n9FMPBMxBs tun.

 

Trudi und Heinz Schulze mit der Medaille „München leuchtet“ ausgezeichnet

Für ihr großes Engagement hat die Münchner Bürgermeisterin Katrin Habenschaden gestern Trudi und Heinz Schulze die Medaille „München leuchtet – Den Freundinnen und Freunden Münchens“ in Silber überreicht. Damit würdigte die Stadt München das langjährige Engagement der beiden im Bereich der Eine-Welt-Politik, u.a.  als Mitbegründer*innen des Nord Süd Forums München und der seit über 20 Jahren bestehende Klimapartnerschaft mit dem indigenen Volk der Asháninka. Auch bei der Ausgestaltung der Fachstelle, die für die entwicklungspolitische Arbeit der Landeshauptstadt zuständig ist, unterstützten Trudi und Heinz Schulze die Stadtverwaltung. „Mit Ihrem lebenslangen Engagement zu Themen der Nachhaltigkeit, der internationalen Menschenrechte und Rechte indigener Völker in Lateinamerika, der globalen sozialen Gerechtigkeit und der Einhaltung von weltweiten Kinderrechten sind Sie Vorreiter“, würdigte Bürgermeisterin Katrin Habenschaden die Verdienste von Heinz und Trudi Schulze.

Die Infostelle Peru, die auch von Trudi und Heinz Schulze mitgegründet wurde, gratuliert ganz herzlich zu dieser Auszeichnung!

 

Vorstand der ISP jetzt auch in Peru

Unser Vorstandsmitglied César Bazán Seminario geht nach fünf Jahren in Freiburg nun mit seiner Familie wieder zurück nach Lima. Da die Vorstandstreffen überwiegend online stattfinden, wird César auch von Peru aus weiter bei uns im Vorstand mitarbeiten. Darüber sind wir sehr froh!

 

Jahresthema 2022: Peru.Klima.Gerecht.

Auf einem zweitägigen Strategie-Workshop haben sich Vorstand und Mitarbeiter*innen Ziele für die nächsten drei Jahre gesetzt und konkrete Planungen für 2022 begonnen. Der Schwerpunkt unserer Aktivitäten und Veranstaltungen wird auf dem Thema Klimagerechtigkeit liegen. Dies wird auch das Thema des Peru-Seminars vom 29. April bis 1. Mai 2022 sein. Außerdem wird es Online-Veranstaltungen, Fachgespräche und Publikationen geben. Momentan sind mitten in der Planung und Antragsstellung.

 

Ankündigungen

 

Globale Ungerechtigkeit – auch beim Impfen

Corona im Globalen Süden: Patentfreigabe als Lösungsweg

Mittwoch, 27. Oktober 2021 | 19 Uhr | online per Zoom

Die politisch Verantwortlichen haben vielfach verkündet, dass die weltweite Corona-Pandemie erst dann besiegt ist, wenn sie überall auf der Welt besiegt ist. Dieser Feststellung folgte bisher kein entsprechendes politisches Verhalten. Die Covid-19-Impfstoff-Verteilung spiegelt exakt die ungleichen wirtschaftlichen Beziehungen der Länder des reichen Nordens mit den Ländern des Globalen Südens wieder: Laut medico international gehen (Stand Anfang Juli) lediglich 0,3 Prozent der Impfdosen aktuell an die 30 ärmsten Länder des globalen Südens. Bei ihnen wird es noch bis zu zwei Jahre dauern, bis sie auf eine Herdenimmunität hoffen können. Dem Argument, Impfstoff sei bisher knapp gewesen und die Regierungen der reichen Länder des Nordens hätten zuerst ihre eigene Bevölkerung versorgen müssen, lässt sich entgegenhalten, dass es für eine (notwendige) Ausweitung der Produktionskapazitäten schon längst ein einfaches Instrument gegeben hätte: die von vielen Organisationen und Ländern geforderte vorübergehende Aufhebung der Patente. Dagegen wehren sich nicht nur die Pharma-Firmen, sondern die Bundesregierung und andere europäische Regierungen. Der Verzicht auf die Rechte des geistigen Eigentums bei Covid-19-Impfstoffen und -Medikamenten würde vielen Ländern im Globalen Süden, die Medikamente produzieren, die Möglichkeit geben, selbst die Produktion von Corona-Impfstoffen und -Medikamenten aufzunehmen. Laut medico international sind das Südafrika, Senegal, Ägypten, Indien, Pakistan, Bangladesch und viele Länder Lateinamerikas.

Anne Jung von medico international wird uns über den aktuellen Stand der Pandemie im Globalen Süden, der Impfstoffverteilung und der Auseinandersetzungen um die Freigabe der Patente informieren.

Eine Kooperationsveranstaltung der ISP mit der Katholischen Akademie Freiburg, Caritas international, Eine Welt Forum Freiburg und der Erzdiözese Freiburg

Anmeldung unter info@ewf-freiburg.de

 

Politische Partizipation peruanischer Migrant*innen in und von Deutschland

Donnerstag, 28. Oktober 2021 |19 Uhr |online per Zoom

In Deutschland leben derzeit etwa 11.000 Peruaner*innen. Viele von ihnen beteiligen sich am politischen Leben hier in Deutschland. Gleichzeitig engagieren sie sich für ihr Heimatland.

Sie wählen ihre Repräsentation im peruanischen Parlament und pflegen oft engen Kontakt zu ihren dort lebenden Familienangehörigen.

Welche Möglichkeiten gibt es für die Peruaner*innen hier in Deutschland, sich in die Politik ihres Heimatlandes einzubringen? Wie nehmen Peruaner*innen am gesellschaftlichen und politischen Leben Deutschlands teil?

Mit:

Sandra Arellano Cruz, Lateinamerikanische Fraueninitiative e.V., Beraterin für Perú-Equidad

Francisco Cárdenas Ruiz, Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf (Berlin), Kliopolis e.V.

Daniela Zambrano, interdisziplinäre Künstlerin, Quechua-Forscherin

Das Seminar findet auf Spanisch mit Simultanübersetzung ins Deutsche statt.

In Kooperation mit MigrArte Perú

Anmeldungen bis zum 27. Oktober an: info@infostelle-peru.de

 

100 Tage Regierung Castillo – eine erste Bilanz

Dienstag, 30. November 2021 | 19 Uhr | online per Zoom

Viele Hoffnungen und viele Ängste waren mit dem Regierungsantritt von Pedro Castillo verbunden. Wie ist die Bilanz nach den ersten Monaten seiner Regierung? Wir diskutieren mit

Rocío Silva Santisteban, Rechtsanwältin, Journalistin, Aktivistin, Ex- Kongressabgeordnete

Oracio Pacori, Direktor Derechos Humanos sin Fronteras, Cusco

Das Seminar findet auf Spanisch mit Simultanübersetzung ins Deutsche statt.

Anmeldungen bis zum 29. November an: info@infostelle-peru.de

 

Save the Date: Peru-Seminar 2022

Peru.Klima.Gerecht.

Herausforderungen für eine Klimapolitik auf Augenhöhe

  1. April bis 1. Mai 2022 | Köln

Das Peru-Seminar findet 2022 wieder im Tagungshaus St. Georg in Köln statt und wird teilweise auch online auf Zoom übertragen.

 

Konferenz & Konzert

Cosmosvision Andina – Weltanschauung der andinen Völker

Samstag, 6. November 2021|10.30 – 21.00 Uhr |Amerikahaus München

Ein Überblick über die Kosmovision, die Denkweisen und Wertevorstellungen, der indigenen Völker der Anden, die uns konkrete Beispiele für nachhaltige und gemeinwohlorientierte Lebensweisen in Einklang mit dem Kosmos und der Natur geben. In Vorträgen und Workshops stellen die Referent*innen Weltanschauungen und Lebensweisen vor, die auf Reziprozität und Gleichgewicht aufbauen, gehen auf die aktuelle Lebenssituation ein und laden bei unserer Podiumsdiskussion zum Austausch ein.

Können die indigenen Völker ihre Werte und Traditionen aufrechterhalten? Welchen Beitrag können wir leisten? Wie haben sich andine Denkweisen in den letzten Jahren aufgrund der gesellschaftlichen Herausforderungen verändert? Können indigene Lebenskonzepte zu einem sozial ökologischen Wandel beitragen?

Referent*innen:

Dr. Armando Barrientos: Physiker, Quechua, langjährige Forschung der Andinen Kosmovision

Dr. Zenón Depaz Toledo: Philosoph, Direktor der Fakultät für Philosophie an der Universität San Marcos in Lima (online aus Peru)

Daniela Zambrano Almidón: Master of Arts in Conext, Universität der Künste Berlin, interdisziplinäre Quechua Künstlerin

Dr. Henry M. Reyna: Sozialwissenschaftler, Psychologe, Nachfahre der Chiricahua-Apachen

Alberto Ayarza Arias: Musiktherapeut, Künstler, Forschung in prähispanischer Musik

Abilio Soto Bravo: Quechua Muttersprachler, Ausbildung an der nationalen Akademie für Folklore in Lima

Abendkonzert: Die traditionelle Musikgruppe Wayqikuna nimmt Sie mit auf eine musikalische Reise durch die Anden.

Tagungsgebühr inkl. Konzert: 25,00 € Ermäßigt: 15,00 €

Eine Veranstaltung von Chasqui e.V.

Anmeldung: online unter  https://elchasqui.de/veranstaltungen/  oder per mail an Anmeldung@elchasqui.de

 

Mitmachen

 

“Our Food. Our Future”: E-Mail-Aktion für ein gerechtes Lebensmittelsystem

Mit der Kampagne “Our Food. Our Future” setzen sich 16 Organisationen aus der EU, Südafrika und Brasilien für ein gerechtes und nachhaltiges Lebensmittelsystem ein. Sie fordern: Die Ausbeutung von Arbeiter*innen und die Zerstörung von Lebensgrundlagen durch die Agrarindustrie muss aufhören. Deswegen haben sie eine E-Mail-Aktion an die Europäische Kommission gestartet, in der sie sich für ein starkes EU-weites Lieferkettengesetz einsetzen. Beteiligt Euch gerne an der E-Mail-Aktion: https://www.ci-romero.de/eu-lieferkettengesetz/

 

Petition: Kein Profit durch die Pandemie

COVID-19 bestimmt immer noch vielerorts unseren Alltag. Ich lebe seit Januar 2019 in Peru, ein Land, das den traurigen Rekord der höchsten Sterberate im Zusammenhang mit COVID-19 hält. Dort wird die ganze Ungerechtigkeit unseres globalen Wirtschaftssystems überdeutlich. Während wir hier mittlerweile Impfdosen wegwerfen, das Privileg bestmöglicher Gesundheitsversorgung für die meisten unter uns selbstverständlich scheint, sterben dort täglich Menschen unnötigerweise, schlicht weil es am Grundlegenden fehlt: Intensivbetten, Sauerstoff, Impfstoff. Und Peru steht hier stellvertretend für den Globalen Süden. Ein breites zivilgesellschaftliches Bündnis hat eine europäische Petition mit dem Titel „JEDER VERDIENT SCHUTZ VOR COVID-19 – Kein Profit durch die Pandemie“ auf den Weg gebracht. Es braucht gerechte und schnelle Verteilung von Ressourcen weltweit!

Helfen Sie mit, dass dieses grundlegende Menschenrecht auf Gesundheit allen zuteil werden kann. Unterzeichnen Sie diese europäische Bürgerinitiative, um sicherzustellen, dass die Europäische Kommission alles in ihrer Macht Stehende tut, um Impfstoffe und Behandlungen zur Bekämpfung der Pandemie zu einem globalen öffentlichen Gut zu machen, das für jede*n frei zugänglich ist.

Herzlich grüßt

Frank Braun, Aktivist Bluepingu e.V.

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